jjschreibt das Jahr 2017

 

So, Dezember. Die Zeit der Jahresrückblicke mal eben. Und ich mische mit. Keine Top 10, kein Best off, keine persönlichen Favoriten. Das ist nicht möglich, ich müsste (fast) alle Beiträge nochmal präsentieren oder erwähnen.

JJ schreibt

JJ schreibt mal eben, mal fix einen Jahresrückblick

Es geht hier und jetzt nur um eine kleine Auswahl aus dem Bauch heraus, um einige Geschichten anderer, zu denen mir eine Geschichte aus meiner Sicht einfällt. Fast zufällig. Und chronologisch. Am Morgen des 1.Dezember spontan zwischen Frühstück und Kartoffeln schälen entstanden:

 

Individuell, speziell, anders und unverwechselbar

 

Gleich im Januar schrieb ich eine Schauspielerin an, die recht oft auf dem Bildschirm zu sehen ist. Und das ist gut so. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ich möchte auch keine Vergleiche bemühen. Auf jeden Fall klebe ich immer im Sessel, wenn ich Katharina Heyer in einer Rolle sehe (und höre), und frage mich und fragte sie, woher diese Faszination kommt, die mich ergreift – und die Authentizität, die sie ausstrahlt. Schön, dass sie auf meine Fragen antwortete: Zu Katharina – Unverwechselbar

 

Im April wurde ich auf Sarah Kersting aufmerksam. Poetry Slam ist ihre Leidenschaft. Neumodischer Kram? Nö, auch mein Freund Friedrich Schiller höchstpersönlich hat vor über 200 Jahren schon Menschen vorgetragen, was er dachte und fühlte. Gelegentlich. Spontan. Und es nannte sich anders. Egal. Ich spürte, als ich ihren Wortbeitrag hörte, mit welcher Sensibilität, mit welchen Engagement, die junge Frau da steht und redet.

Und ich spürte, dass 100 Prozent Sarah da steht. Das war dann auch bei ihren Antworten auf meine Fragen so: Zu Sarah – Dichterwettstreit heute

 

Fast jeden Donnerstag Abend schaue ich mir „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ an. Als im Fühjahr eine junge Frau die „Johannes-Thal-Klinik“ betrat und einem der Ärzte in die Augen schaute – und der ihr – knisterte es gewaltig. Doch wie geht das, wie bringen das Schauspieler nachvollziehbar rüber? Es reicht sicherlich nicht, dass da eine schöne Frau mit himmelblauen Augen aufschlägt und wir Jungs verlieben uns? Das müsste ja dann jedem von uns jeden Tag mehrmals geschehen. Bis der Notarzt kommt quasi.

Ich fragte Sarina Radomski und sie erzählte es mir. Unter anderem: Zu Sarina – Ehrlich spielen

 

Wie ich auf Anna Abraham aufmerksam wurde, weiß ich gar nicht mehr. Egal. Gut, dass es geschah 😉 Wir telefonierten. Länger als gewöhnlich. Irgendwann schob ich den Schreibblock beiseite und legte den Kugelschreiber weg. Aus dem Interview wurde ein Gespräch. Später griff ich wieder zu Stift und Papier, weil die junge Schauspielerin Dinge erzählte, nach denen ich nie fragen konnte. Mein kleines Porträt, das ich schrieb, kann ich nicht beurteilen. Das kann ich nie.

Das Gespräch indes hat Riesen Spaß gemacht. Und Anna geht hoffentlich und sicherlich ihren Weg: Zu Anna – Mitnehmen auf die Reise

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Nadine Scheidecker

Nadine liest ihr Porträt

Bei Nadine Scheidecker war einiges ähnlich. Ein vergleichbarer schauspielerischer Werdegang, beide in fast einem Alter. Ein langes Telefonat, das irgendwann endete, ohne inhaltlich voll ausgeschöpft zu sein… Nichtsdestotrotz zwei völlig verschiedene junge Frauen mit unterschiedlichem Humor, einer anderen Art, Gedanke auszudrücken… Normal und vielfältig wie das Leben.

Als ich das Porträt schrieb, fragte ich bei Nadine nach, ob es okay ist, dass ich die Story mit dem Türsteher und den Stripperinnen zum Besten gebe. War es okay? Hier steht’s: Zu Nadine – Der Fluch von karibischem Pustekuchen

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Yvonne; Foto © by Chris Kiegelmann

Yvonne; Foto © by Chris Kiegelmann

Im Juni sprach ich mit und schrieb über Yvonne Laros. Eine junge Schauspielerin, eine fantastische Sängerin – alles macht sie mit Leidenschaft. Anders macht sie es. Individuell. Klar machen wir das alle, klar sind wir das alle. Manche mal eben ein bisschen mehr. Nochmal mit den Worten des ehemaligen Oberbürgermeisters der Hauptstadt gesprochen: „Und das ist gut so!“ Wären wir alle political correct, wären wir alle ausrechenbar und langweilig, würde nie ein Hahn nach uns krähen.

Macht er ja auch nicht. Bei vielen. Bei manchen doch. Das macht sie anders: Zu Yvonne – Anders

 

Von Anna Steinhardt wusste ich nur, dass sie auf ihren Band- und Moderationsfotos wirkt wie eine Lady (was sie sicher auch ist). Und ich wusste, dass sie vor Jahren in „Schloss Einstein“ die aufsässige Nichte des Hausmeisters spielte. Natürlich auch, dass sie nicht in irgendeiner Hauptstadt lebt, sondern in meiner, in der vom zauberhaften Thüringen. Dass Anna am Telefon genauso zauberhaft daher kommt, mit dieser Mischung aus dem für mich fantastischen „da musst du mitdenken“ Humor, mit diesem gleichwohl strukturierten Denken und der erfrischenden Spontanität im Hintergrund, mit dieser Herzlichkeit…

Und… kennt ihr das Gefühl?: Die Frau kenne ich schon immer, obwohl ich gerade mal fünf Minuten mit ihr rede… Zu Anna – Barfuß um Fluss

 

Das Interview mit Bernhardt Jammernegg ist neueren Datums. Er lebt im schönen Österreich, ist Schauspieler und Musiker. Als ich zufällig auf facebook ein Foto von ihm sah, fielen mir gleich die markanten Gesichtszüge auf – nicht zu verwechseln und eine Geschichte erzählend. Gleich mehrere Geschichten konnte mir dann der gesamte und leibhaftige Bernhardt erzählen. Auch markant. Auch individuell und speziell.

Was für mich das Leben ausmacht, ist die Mixtur aus Humor und Drama, aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Die selbe Mixtur wie hier: Zu Bernhardt – Auf der Bühne im Leo

 

So, Freunde des Flockenwirbels, nach dem kleinen Rückblick ist natürlich nicht Schluss. Es geht munter weiter. Dieser Tage, für den Rest des Jahres, und im nächsten Jahr. Immer munter, immer frisch, immer nah dran und immer echt.

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JJ.

Foto Startseite von der fantastischen Nadine Scheidecker

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