Kunst, dass die Fetzen fliegen!

 

An sich ist der Sinn und Zweck von dem ganzen Spaß hier, dass ich schreibe. Deshalb auch der Titel „jjschreibt“. Heute ist mal nicht an sich, heute machen wir das anders. JJ lehnt sich zurück und liest, was CW geschrieben hat. Christine Winter ist Schauspielerin, voller Ideen und lebt derzeit in Salzburg.
Schaun mer mal, was sie und außerdem Max Reinhardt, Franz Kafka oder Johann Wolfgang von Goethe, deren Zitate ich eingearbeitet habe, so zu erzählen haben:

„Ein Schauspieler ist ein Mensch, dem es gelungen ist, die Kindheit in die Tasche zu stecken und sie bis an sein Lebensende darin aufzubewahren.“ (Max Reinhardt, 1873 – 1943)

Über das Jetzt und Hier

Ich orientiere mich derzeit neu, spiele nicht nur, sondern gebe mein Handwerk auch in Workshops, Camps und Kursen weiter, vernetze mich mit anderen interessanten Bereichen und Menschen und suche Austausch, um mein Handwerk in den Alltag anderer nützlich zu integrieren. Meine ersten sieben Jahre in diesem herrlichen Beruf habe ich bis auf eine mehrjährige Coachposition bei der Musical Company Austria ausschließlich spielend in der freien Theaterszene verbracht.

„Die Kunst hat das Handwerk nötiger als das Handwerk die Kunst.“ (Franz Kafka, 1883 – 1924)

Ich habe viel viel Schönes, Tiefes, viel Intensives gespielt. Ich bin ein Freund tief sitzender Konflikte und mag es, Tabus aufzubrechen, an Konventionen, Gewohnheiten und Überzeugungen zu rütteln.

Christine, Foto Guido Wörlein

Christine, Foto Guido Wörlein

Ich bin gerne und aus eigener Entscheidung heraus freie Schauspielerin, denn die freie Szene kennt keine Berührungsängste mit schwierigen Themen und muss kein Abopublikum versorgen. Harte, brandaktuelle Themen auf der Bühne zu behandeln, gefällt mir. Darin sehe ich den Sinn und Zweck meines Handwerks, da liegen die Wurzeln. Weichgespültes Programmtheater würde mich sehr schnell langweilen – Theater muss Triebfeder bleiben, Dinge in Bewegung halten und willens sein, die Welt auf den Kopf zu stellen.

„Kunst, daß die Fetzen fliegen!“ (Unbekannt)

Um mich selbst zu zitieren *hust hust*: „Kunst ist wie das Leben, weitläufig, vielseitig, vielschichtig. Kunst macht das Leben – die Seele eines Zeitalters – mit sinnlichen Mitteln erfahrbar.“

Über authentisches Stadtgeflüster

„Theater StattGeflüster“ ist ein ambitioniertes Projekt von mir, das ich 2011 mit Max Pfnür ins Leben gerufen habe. Zwei Jahre nachdem ich meine Ausbildung auf der „Athanor Akademie“ abgeschlossen hatte, bemerkte ich, dass in mir viele Geschichten schlummern, die erzählt werden wollen.

Was mit Lust an körperlichem Theater begann („NebeL-LebeN“ – ein Tanz-Akrobatik Stück für einen Kontrabass/Klavier und zwei Schauspieler), wuchs innerhalb von vier Jahren zu einer Gruppe, die jährlich ein bis zwei Stücke produziert. Mittlerweile sind es sechs. „Hanna“ und „Wir Kinder Babylons“, stehen als Gastspiel zur Verfügung.

Alle haben einen gemeinsamen Nenner – Tiefe. Sie sind aufreibend, bohrend, denn wir sind bereit, Fragen herauszuschreien, die auf der Zunge brennen – Theater kann nur klüger machen, im schlimmsten Fall hat man etwas gesehen, was man nicht versteht oder was einen nicht interessiert. Theater kann aber auch Katharsis (seelische Reinigung) sein, an die man sich noch lange erinnert.

„Der Mut bietet immer ein schönes Schauspiel.“ (Alexandre Dumas, 1802 – 1870)

Menschen, die uns gerne besuchen, lieben unsere Intensität, Authentizität und unsere junge, unverfälschte Herangehensweise. Wir machen junges, kritisches Theater zu Themen, die uns interessieren. Momentan schreibe ich an meinem nächsten und bisher größten Regieprojekt „ALICE – Träumend nach Lewis Carol“, welches am 11. Februar 2017 im großen Saal der „Arge Kultur Salzburg“ Premiere feiert.

Über Salzburg, Heimat und Freundschaft

Salzburg ist wie eine kleine Schneekugel oder eine Wohlstandsglitzerkugel, die in allen Farben schimmert. Alles ist so herrlich schön, die Natur liegt direkt vor der Haustür, man hat seinen eigenen Hausberg, alles ist bequem mit dem Rad erreichbar. In Salzburg herrscht eine unglaublich hohe Lebensqualität, wie ich sie so bisher noch nirgendwo gefunden habe.

„Das Salzburger Land ist das Herz vom Herzen Europas. Das mittlere Europa hat keinen schöneren Raum – und gerade hier musste Mozart geboren werden.“ (Hugo von Hofmannsthal)

Nur am Bodensee ist es schöner, da komme ich her. Das Theater in Konstanz oder das „St.Pauli Theater“ in Hamburg wären allerdings zwei Adressen, für die ich wirklich ernsthaft überlegen würde, in einen Spielvertrag einzutreten und mein freies Schauspielerdasein auf Eis zu legen.

Konstanz ist ein Traum, Hamburg auch. Salzburg auch! Die Stadt ist mittlerweile ein Zuhause geworden, wo ein großer Teil meines Herzens haust. Viele meiner Freunde sind hier und vieles, was mir wichtig ist, liegt hier vor Ort – meine Capoeiragruppe, die Nähe zur Natur, Stadt und Land Salzburg, die mir so viel Vertrauen schenken und großzügig in meine Projekte investieren oder die Kunsthilfe Salzburg, die mich vertritt – www.kunsthilfe.at -.

Die Chance möchte ich nutzen, um einer großartigen Frau von Herzen zu danken, Eva Weissenbacher, sie ist wirklich großartig. Ihr Engagement zur Förderung von junger Kunst sucht ihresgleichen.

Christine Winter

Christine Winter

Es gibt viele Ecken, die ich an Salzburg schätze, ich kann sie hier gar nicht alle aufzählen. Salzburg ist verschlafen, jeder Trend kommt immer ein wenig später an als überall sonst – wir haben zum Besispiel noch keinen veganen Supermarkt, aber auch ich als Fast-Veganerin kann hier schon sehr lecker vegetarisch/vegan Essen gehen. Und Salzburgs Kuchen sind ein Traum, da endet mein Vegan sein manchmal – es sei denn, ich genieße das leckere Gebäck im „Heart of Joy“! Ein kulinarischer Tipp, wenn Ihr in Salzburg essen wollt.

Über Kindheit und Anfang

Ich habe früher kein Theater gespielt, ich behaupte jetzt mal, basierend auf einem vernebelten Grundgefühl, ich wollte Tänzerin werden. Ich war für viele Worte viel zu schüchtern. Ein ganz klassisches Beispiel: Vor zwei Jahren hatte ich Klassentreffen, nach 15 Jahren. Als ich meiner Lehrerin gegenüberstand, wusste sie nicht mehr wer ich bin, bis ich ihr meinen Namen sagte, dann meinte sie: „Das stille, verträumte Mädchen aus der letzten Reihe, immer unauffällig und leise. Aber sobald es um Tanzen und Ausdruck ging, voll dabei.“

„In der Kindheit zeigt sich des Menschen künftiges Wesen, sowie der Morgen anzeigt, wie der Tag werden wird.“ (William Wordsworth, 1770 -1850)

Laut ihr habe ich wohl zu Schulzeiten schon Hauptrollen übernommen und Gesangsparts, aber ganz ehrlich: Ich kann mich nur noch an ein Krippenspiel erinnern, in meinem Heimatdorf, kurz vor der Kommunion, weil mir meine Ratte aus der Kapuze ausgebüxt ist und in der Kirche rumirrte und die Nonnen verrückt machte.

Ich habe das alles vergessen und erinnere mich nur an dieses Gefühl, das bis heute anhält: Wenn ich körperlichen Ausdruck für etwas empfinde, oder mich eine Sprechrolle in meinem Ausdruck beschützt, bin ich glücklich.

Ich bin in einer Patchworkfamilie groß geworden, die mich im Babyalter adoptiert hat. Mit sechs Jahren bekam ich einen Bruder, der wie ich adoptiert war. Leider passten wir alle so gar nicht zusammen, wir waren sehr verschieden und ich wurde in meinen Bedürfnissen nach Ausdruck und in meiner Künstlerseele nicht erkannt und unterstützt. Es fiel mir nicht leicht, zu akzeptieren, dass ich den Vorstellungen meiner Eltern nicht entsprechen kann, sie nicht glücklich machen konnte.

„Es ist ein Zug der Kindheit, aus allem alles machen zu können.“ (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832)

Trotz familiärer Widerstände, Ablehnung und Einsamkeit bin ich auf Kurs geblieben, denn mein wahrer Traum ist mein gelebter Traum, weil mich die Momente auf der Bühne zu einem glücklichen Menschen machen.

Über Wege und Rollen

Christine Winter

Christine Winter

Ich wurde glücklicherweise direkt nach Schulabschluss tags darauf nach Salzburg zu einem Vorsprechen eingeladen und der Regisseur hat mich engagiert. Meine erste Rolle war Draculas Nichte Cammila, aus H.C. Artmanns „Dracula“. Im Anschluss daran wurde ich zu einem Selbstläufer in der freien Szene Salzburg, habe mal hier, mal da gespielt.

Meine Lieblingsrollen waren bisher Ariel aus Shakespears „Sturm“ – da war sehr viel Luftakrobatik und Artistik in meiner Rolle verankert – und Sonja Kretz aus „Monster zertrampeln Hochhäuser“, ein sozial übel vernachlässigtes Kind, das permanent im Wandschrank lebte. Solche Rollen spiele ich am liebsten!

Über Pläne und Ziele

Eine wirkliche Alternative zum Schauspiel gibt es für mich nicht in diesem Leben. Ganz ohne kann ich es mir einfach nicht vorstellen, aber das heißt nicht, dass mich nichts anderes interessiert. Es gibt noch soviel mehr: Yoga, Tiere, besonders Pferde, Gesundheit, alternative Permakultur, Journalismus, Schönheit, Fotografie… Ich denke, in all diese Bereiche will ich mich früher oder später mal reintasten und schauen, ob und wie sich Schauspiel damit verbinden lässt.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Schauspiel ist so viel, kann so viel! Es ist ein enormes Handwerk mit breit gefächerten Möglichkeiten, die ich weiter auslote, entwickle und sinnvoll weitergeben will. Schauspiel inkludiert alles. Körper und Sprache, unsere Ausdruckform ist unendlich, da suche ich nach weiteren Möglichkeiten für Ausdruck.
Darum wage ich Neues. Experimente.

„Kunst ist konzentrierte Natur.“ (Honoré de Balzac, 1799 – 1850)

Eines meiner Experimente für dieses Jahr ist die Fusionierung zwischen Schauspiel und Beziehungsarbeit am Pferd. Stanis Wögerbauer – http://www.pferdundbeziehung.at – und ich klügeln derzeit ganz schön sinnvolle Dinge aus. Neben dem Schauspielcamp für Kinder und dem Vorbereitungskurs für angehende Schauspielschüler/innen suchen wir nach weiteren Wegen, unser Handwerk sinnvoll miteinander zu kombinieren, denn Pferde und Schauspiel passen hervorragend zusammen.

Fasziniert von?

Krysten Alyce Ritter ist so jemand. Ich mag Sie sehr gern, so eine interessante Frau. Meryl Streep – oh, welch Wunder, jeder mag sie. Sie ist umwerfend und versteht sich so irre auf unser Handwerk. Georg Clementi, ein wunderbarer Schauspieler, dem ich sehr gerne zuschaue – weil er mit einer Liebe zum Detail und einer Präszision und Einfachheit spielt, die mich berührt und beeindruckt. Kate Winslet – weil sie die ist, die sie ist, authentisch und echt. Anna Hathaway, weil mich ihre ganze Person, ihr ganzes Sein fasziniert, der Mensch dahinter, fernab von all dem großartigen Zeug, was sie macht. Ich schaue gerne echten, authentischen Menschen zu!

Über Ansprüche und Eindrücke

Ich will natürlich bestenfalls Spuren hinterlassen, aber ich möchte das nicht vorsätzlich forcieren. Wenn ich es als Christine Winter schaffe, Menschen zu beeindrucken, bleibend, dann empfinde ich das als das größte Kompliment.

„Wahre Kunst bleibt unvergänglich.“ (Ludwig van Beethoven, 1770 – 1827)

Ich versuche durch ehrliche Leistung, ehrlich gefühlte Momente und echte Begegnung Erinnerung und Eindruck zu schaffen. Alles andere bleibt nicht im Herz zurück, sondern wird zerdacht und dann irgendwann vergessen.

Vom Fühlen und vom Denken

Ich denke und fühle, was meine Figur denkt und fühlt, oft technisch heraufgeholt, oft aus mir selbst heraus ehrlich gefühlt – und manchmal, da bin ich drin, wirklich, mit jeder Faser, wenn ich im Flow bin, mich vergesse. Das sind dann unvergessliche, unbezahlbare Momente für alle Beteiligten, das ist dann als würde ich tatsächlich ein zweites Leben führen.

„Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen, wenn es nicht aus der Seele dringt und mit urkräftigem Behagen die Herzen aller Hörer zwingt.“ (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832)

Ich bin da und doch nicht da. Es ist ein traumatischer und träumerischer Zustand zugleich. Diese Spannung zwischen meinem eigenen und dem Leben meiner Figur machen diese Zeit auf der Bühne zu dem einzig wahren Drahtseilakt. Und ja, überspitzt, es geht um Leben oder Tod in diesen Momenten. Nur ich kann die Figur und deren Geschichte lebendig halten.

Vom Spielen und vom Reflektieren

Nach einer Vorstellung bin ich oft leer. Ich liebe Publikumsdiskussionen im Anschluss zum Runterkommen und um mich zu erden in meinem eigenen Dasein. Das schließt für mich den Kreislauf einer Vorstellung, Applaus ist schön, beschenkt meine Leistung, bleibt aber diffus. Abschließender Austausch zeigt mir aber, ob sich das Thema über die Bühnenrampe hinweggesetzt hat.

„Das Spiel zeigt den Charakter.“ (Deutsches Sprichwort)

Spielen ist wie ein viel schnellerer Ablauf eines Lebens. Ich entwickle etwas, einen Charakter, eine Geschichte, über die Probezeit hinweg, trage ihn aus, gehe schwanger mit ihm und lasse ihn wachsen, bringe ihn ins Licht, mache ihn sichtbar in der Reflexion anderer, ziehe ihn groß, lebe ihn und trage ihn schlussendlich zu Grabe.
Ich nehme das Gesamtpaket, das mich ausmacht, und integriere meine Gefühle in die Figur. Und ich bin übrigens überzeugt, dass Schauspiel mein Leben über viele Tiefpunkte hinweg gerettet hat, weil ich die vielen aufwühlenden Gefühle über meine Rollen reflektieren konnte, verstehen lernte und so verarbeitet habe.

Foto: Guido Wörlein

Foto:
Guido Wörlein

Die Aufführungen, bei denen ich nicht in Balance bin, sind meist besonders intensiv und packend. Eine Rolle kann mich aber auch kurzzeitig vor meinen eigenen Gefühlen bewahren, das ist dann wie Kurzurlaub von meiner eigenen Gefühlswelt und nicht weniger intensiv. Entweder fliehe ich vor meinen Gefühlen oder ich stelle mich ihnen in Ihrer ganzen Härte. In beiden Fällen ist die Rolle mein Anker und das einzige was ich habe. Dementsprechend intensiv wird der Abend ausfallen.

„Die Kunst ist eine Sprache der Empfindung, die da anhebt, wo der Ausdruck mit Worten aufhört.“ (Asmus Jakob Carstens, 1754 – 1798)

Gegenteilig haben die Erfahrungswerte meiner Rollen auch mein eigenes Leben beeinflusst. Es bleibt immer ein Teil zurück. Ist etwas abgespielt, bin ich oft erst mal traurig, da ich für jede Rolle, die ich verkörpere, Liebe und Dankbarkeit empfinde. Eine Rolle kann Horizonte öffnen. Plötzlich beschäftige ich mich eingehend mit Dingen, über die ich sonst nie gelesen hätte, finde Zusammenhänge, krame geschichtliche Aspekte raus, um meiner Figur Fleisch zu geben, Leben einzuhauchen. Dieser Beruf macht einen so offen für alles und reich. Er lässt mich mit wachem Geist und offenen Augen durchs Leben gehen. Es ist einfach der schönste Beruf der Welt!

Über die Zukunft und das Schattenspringen

Ich arbeite daran, bekannter zu werden im Film/Fernsehen/Kino, werde aber auch weiterhin auf der Bühne spielen. Ich werde über weitere Schatten springen, vielleicht einen eigenen Song rausbringen, auf jeden Fall Neues probieren.

„Was wir Ergebnisse nennen, ist nur der Anfang.“ (Ralph Waldo Emerson, 1803 – 1882)

Mittelfristig baue ich die Workshops und Kurse weiter aus für Schulen, Firmen und Vereine, weil mir das Unterrichten sehr viel Spaß bereitet. Wenn ich alt bin, möchte ich gerne einen sich selbst versorgenden Künstlerhof im Grünen haben, ein großes Anwesen mit mehreren Stallungen und dort dann ein eigenes Theater hochziehen, junge Kunst fördern und anleiten. Es muss Tiere geben und die Möglichkeit, dort vor Ort Urlaub zu machen, eines der Anwesen muss Ferienwohnungen haben – damit uns Menschen temporär begleiten können und wir immer wieder frischen Wind von außen bekommen.

Über Träume und Entwicklungen

Ich will der Seite von Krysten Alyce Ritter spielen. Ich glaube einfach, dass wir wunderbar zusammenpassen. Und… eine eigene Netflixserie wäre nicht schlecht.

Ständige Weiterbildung ist mir sehr wichtig. Ich möchte Angebote und Möglichkeiten nutzen, dass mich verschiedene Menschen beeindrucken und prägen. Ich bin ständig auf der Suche nach Input und einem Mentor, der mich auf meinem Weg vielleicht ein kleines Stück an die Hand nimmt und mir mit seiner Erfahrung über Stolpersteine hilft.

Bühne und Kamera

Theater, Film und Fernsehen haben für mich dieselbe Priorität. Ich mag keines der Genre mehr oder weniger. Je breiter ich als Schauspielerin aufgestellt bin, umso besser. Und spielen ist spielen, egal ob auf der Bühne oder vor laufender Kamera.

„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“ (Oscar Wilde, 1854 – 1900)

Natürlich unterscheidet sich das Spielen ganz grundsätzlich; im Theater geht mein inneres Erleben in einer klaren Absicht nach außen und streut sich auf viele Augen. Im Spiel mit der Kamera lege ich alles, mein ganzes Leben, in eine Kameralinse. Das ist ein anderes Spielen, aber nicht mehr oder weniger intensiv oder interessant. Ich empfinde Film/TV und Kino in dieser reduzierten Form der Darstellung als große Herausforderung. Es ist Feinstjustierung, in dieser Form das richtige Maß in kleinsten Gesten und Bewertungen zu finden, die richtige Intensität, eine Träne im richtigen Augenblick, einen Blick, der bricht, der leer wird – und dann darauf vertrauen, dass das Gefühl ankommt – weil du es denkst!

Oder umgekehrt, das große, körperliche, intensive Spiel auf der Bühne, wo man in manchen Stücken so herrlich über die Stränge schlagen kann. Beides ist wunderschön und bereichernd! Auf beides möchte ich in diesem Leben nicht verzichten.

Weitere Informationen: www.christinewinter.com

Foto Startseite: Guido Wörlein

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