Ein gutes Gefühl

Die Schalker Basketballmänner spielten in der 1. Regionalliga West 2015/2016 eine souveräne Saison und machten zwei Spieltage vor dem Finaltag den Aufstieg in die Zweite Liga, die ProB, perfekt. Mit dabei war und wird bleiben Thomas Szewczyk.

Über sich, den Basketball und sein Gefühl für die neue Spielzeit erzählt uns der 1,87 m Mann hier und jetzt:

„Ich kriege von alldem nicht genug“

 

JJ: Thomas, lass‘ uns doch gleich mal von vorne beginnen, wie bist du zum Basketballsport gekommen? Was hat dich als Kind daran begeistert?

Thomas Szewczyk:  Am Anfang hatte ich mit Basketball überhaupt nichts zu tun, weil ich aus einer Fußballerfamilie komme. Mein Vater ist ein ehemaliger Fußballprofi und mein Bruder ist aktuell Profi. Als ich elf Jahre alt war, hat mir mein Cousin das Videospiel „NBA Live 2003“ mitgebracht und hat mir auch viele Basketballvideos gezeigt. Diese Videos und das Spiel haben mich so begeistert, dass ich den ganzen Sommer auf dem Basketballfeld verbracht habe und am Ende des Jahres einem Verein beigetreten bin.

JJ: Wenn du mal Zuschauer bist, Thomas, was ist für dich die Faszination Basketball?

Thomas Szewczyk:  Am meisten fasziniert mich die Schnelligkeit und Dynamik der Sportart. Ich genieße alles an Basketball, von den guten Spielzügen bis zu spektakulären Dunkings und Buzzer-Beatern. Ich kriege von alldem nicht genug.

JJ: Und was ist für dich als Spieler faszinierend an der Sportart?

Thomas Szewczyk; Foto: FC Schalke 04 Basketball

Thomas Szewczyk; Foto: FC Schalke 04 Basketball

Thomas Szewczyk:  Als Spieler fasziniert mich, wie komplex Basketball ist. Egal, wie lange man diese Sportart schon ausübt, man kann immer etwas Neues dazulernen.

JJ: Wie siehst du dich selbst, als Point- Guard, Shooting-Guard oder einfach nur Guard?

Thomas Szewczyk:  Ich selbst sehe mich als Point Guard, der aber auch als Shooting Guard einsetzbar ist.

JJ: Welche Eigenschaften, Stärken oder Talente bringst du für diese Position mit?

Thomas Szewczyk:  Meine Spielübersicht, Schnelligkeit, meinen Wurf und meine Gelassenheit in schwierigen Situationen helfen mir sehr.

JJ: Woran musst du noch arbeiten?

Thomas Szewczyk:  Ich muss vor allem daran arbeiten, konstanter zu werden.

JJ: Thomas, vor einigen Jahren hat mir ein Basketballcoach erzählt, dass ihm ein Point-Guard, der beim Spielaufbau keinen Ball verliert, lieber ist als einer, der zwar viele Punkte selbst macht, aber durch Ballverluste auch welche für den Gegner begünstigt. Kannst du die Denkweise nachvollziehen?

Thomas Szewczyk:  Ich bin der Meinung, dass ein Point Guard auch in der Lage sein sollte, viele Punkte zu machen. Es ist gut, wenn der Gegner weiß, dass der Point Guard gefährlich ist. Dadurch entstehen für den Rest der Mannschaft mehr Möglichkeiten. Es ist gut, wenn man als Aufbauspieler den Ball gar nicht verliert, aber dies kann man nun mal nicht immer verhindern, wenn man versucht für die Mannschaft einen Spielzug zu kreieren.

thomas-szewczyk-foto-fc-schalke-04-basketball

thomas-szewczyk-foto-fc-schalke-04-basketball

Ein Point Guard sollte gut darin sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen, also wann er passen und wann er werfen sollte. Das Wichtigste in meinen Augen ist aber, dass er seine Mitspieler gut in Szene setzt.

JJ: Freuen dich eigene Steals oder Assists genauso wie selbst erzielte Punkte, oder ist der getroffene Korb – ähnlich wie das Tor im Fußball – was Besonderes?

Thomas Szewczyk:  Alles, was meiner Mannschaft zum Sieg verhilft, freut mich sehr. Egal, ob Korb, Assist, Steal oder ein Block.

JJ: Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Prognose für eure Pro B Saison reine Spekulation, deshalb meine Frage: Wie ist dein Gefühl und worauf begründet es sich?

Thomas Szewczyk:  Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was die kommende Saison angeht. Wir wollen auf jeden Fall in den Playoffs angreifen, weil wir eine tolle Truppe mit einer sehr guten Teamchemie haben. Es macht einfach Spaß, gemeinsam mit den Jungs auf dem Feld zu sein.

JJ: Welchen Basketballspielern schaust du gerne zu, egal ob aktiv oder ehemalig? Warum?

Thomas Szewczyk:  Ich schaue Chris Paul gerne zu, weil er ein exzellenter Point Guard ist und ich von seiner Spielweise viel lernen kann. Außerdem macht es einfach Spaß, ihm beim Spielen zuzusehen.

JJ: Vielen Dank, Thomas, viel Spaß, viel Erfolg.

Foto Startseite: FC Schalke 04 Basketball

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*