Wodurch das Herz schneller schlägt…

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Aneta Sablik, Foto Copyright Elevated Records

Aneta Sablik,
Foto: Copyright Elevated Records

Die Sängerin Aneta Sablik hat zunächst in Krakow Schauspiel und in Bielsko-Biała Kulturwissenschaft studiert. 2014 gewann sie letztlich recht souverän die elfte Staffel von “Deutschland sucht den Superstar”.

Das alles war mir nicht bewusst, als ich Ende August ihren Auftritt im ZDF Fernsehgarten sah (und hörte). Ich fragte mich, wo sich diese Musikerin all die Jahre versteckt hatte. Bis mir dann dämmerte, dass nicht sie sich versteckt hat, sondern ich hatte nicht hingeschaut.

Das hat sich nun geändert. Meine Fragen, Anetas Antworten – nur hier, nur jetzt:

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.“Musik ist eine eigene Sprache, egal welche Religion du bist, egal was für eine Nationalität du hast”

 

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JJ: Aneta, so richtig aufmerksam wurde ich, als du am 26. August im ZDF Fernsehgarten deinen Titel “Glück” gesungen hast. Dass du 2014 “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen hast, hatte ich da garnicht auf dem Schirm. Mir gefielen einfach nur deine Performance und die Musik.

Erzähle mal bitte, wie du den Auftritt oder auch den gesamten Fernsehgarten-Tag erlebt hast. Sind solche Live-Auftritte, der direkte Kontakt zum Publikum, für dich der Punkt auf dem i?

Aneta Sablik: Ich denke, für jeden Künstler, der Musik macht oder als Schauspieler im Film und Theater mitspielt, ist es einfach das größte Gefühl, auf der Bühne zu stehen, vor der Kamera, oder im Theater vor dem Publikum. Das ist genau der Moment, auf den wir alle warten.

Aneta Sablik, Foto Copyright Elevated Records

Aneta Sablik,
Foto: Copyright Elevated Records

Wir bereiten uns im Studio vor, auf den Theaterproben oder auch nur wenn wir Texte lernen. Damit dieser Moment live einfach perfekt ist. Deshalb genießen wir das auch so. Und ich denke, wenn jemand diesen Traum hatte, als er klein war, genießt er das noch viel mehr.

JJ: Was ist deine ganz persönliche Faszination Musik, Aneta, wenn du selbst singst – und wenn du Musik hörst? Was geht (in beiden Fällen) in dir vor?

Aneta: Ich finde, Musik ist eine eigene Sprache, egal welche Religion du bist, egal was für eine Nationalität du hast. Musik kannst du ohne Sprache verstehen. Was mich fasziniert ist, dass, wenn ich Leute sehe, die nicht meine Sprache sprechen oder nicht verstehen, was ich singe, und ich sie auch nicht verstehen kann, wir dennoch verbunden sind mit einem Song.

JJ: Singst du einfach nur aus dir heraus – und wenn es den Leuten gefällt, dann um so besser, oder singst du gleich mit dem Vorsatz, dem Publikum zu gefallen?

Aneta: Ich stehe da mit meinem ganzen Herzen und genieße den Moment. Aber am Ende singe ich immer für das Publikum.

JJ: Und: Wenn du auf der Bühne stehst, singst und performst, spielst du dann ein bisschen eine Rolle, die Bühnen-Aneta, oder bist du 100 Prozent die private Aneta, die beispielsweise beim ALDI in der Schlange steht?

Aneta Sablik, Foto: Copyright Elevated Records

Aneta Sablik,
Foto: Copyright Elevated Records

Aneta: Ich denke, jeder Künstler auf der Bühne, der seine Performance zeigt, ist ein bisschen in einer anderen Rolle, weil das ganz normal ist, dass du nicht die gleiche Person sein kannst, die in der Küche kocht. Aber du musst damit authentisch und echt sein.

Ansonsten kauft das Publikum das nicht ab. Ich versuche immer, den Moment zu genießen – und erinnere mich, wie ich als kleines Kind zuhause vor dem Spiegel meine Performance gemacht habe.

JJ: Was geht in dir vor, wenn du, im Radio zum Beispiel, dich singen hörst?

Aneta: Ich freue mich immer noch für mich, da es sich nach wie vor so unrealistisch anfühlt. Es gibt mir aber jedesmal Kraft, um weiter zu machen.

JJ: Hast du als Kind schon geträllert, was die Stimmbänder hergegeben haben? Gab es einen Moment, in dem du wusstest, dass Sängerin ein Beruf ist – und vielleicht auch den Moment, in dem du wolltest, dass es dein Beruf ist?

Aneta: Meine Mama hat mir erzählt, das ich immer gesungen und getanzt habe, bevor ich angefangen habe zu laufen. Ich denke, das war immer mein Traum, mein Ziel. Ich wusste schon seit Tag eins, dass ich Sängerin werden möchte!

JJ: Was war auf deinem Weg zur professionellen Sängerin dein Haupt-Motiv, einfach nur singen und damit den Lebensunterhalt finanzieren, bekannt werden, anderen Freude bereiten? Oder bist du gar in einer Mission unterwegs?

Aneta: Ich denke, jeder möchte im Leben das machen, was ihm Spaß macht und wodurch sein Herz schneller schlägt. Natürlich sind bekannt zu sein und Geld zu verdienen Faktoren, die helfen, das nach vorne zu pushen. Aber für mich war das Gefühl am wichtigsten, dass ich das mache, was ich liebe und was mich glücklich macht!

JJ: Beschreibe mal bitte, gerne am Beispiel von “Glück” oder “Ja To Ja (ich bin wie ich bin)”, wie deine Titel entstehen. In wie weit bist du bei der Ideenfindung, bei der Komposition oder beim Texten dabei?

Aneta: Ich hatte um mich ein super Team gehabt (Song Dock) aus Mannheim. Wir alle haben zusammen Themen für die neuen Songs überlegt. Nach paar Tagen im Studio war uns klar, dass der erste Song „Glück“ heißen wird – weil dies eins zu eins in meinem Leben passiert ist. Die gleiche Geschichte war mit „Ja to Ja“.

Aneta Sablik, Foto: Copyright Elevated Records

Aneta Sablik,
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JJ: Was liegt musikalisch bei dir in diesem Jahr noch an (worauf dürfen deine Fans sich freuen) und was wünscht du dir, wenn ich unsere thüringische Traumerfüllungsfee vorbei schicke?

Aneta: Ich mache mir immer große Ziele, nur dieses Jahr noch größere! Und ich hoffe, ich schaffe diese alle, aber möchte darüber nicht reden.

JJ: Danke. Viel Erfolg dabei, mehr Spaß und noch mehr Gesundheit!

Weitere Informationen: Anetas Webseite, Aneta auf Instagram oder Anetas facebook Seite

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